Als er aus dem Fenster schaute, sah er wie jeden anderen Tag das Gleiche.
Das gleiche eintönige und langweilige Bild.
Gesamt, ergab es einen dunklen Raum und ein helles, rechteckiges Fenster am anderen Ende des länglichen Zimmers.
Ein voran ergehender Brief brachte ihn, wie schon so oft, zum Nachdenken. „Immer das Gleiche“ dachte er störrisch, drehte sich der anderen Seite der Wand entgegen und stützte sich dabei auf seinen Arm. Den Blick immer noch, inzwischen schon fast starrend hinaus, in die doch so hell erscheinende Dunkelheit gewendet.
Obwohl er in der Dunkelheit gut sehen konnte wurde ihm schwarz vor Augen. Nicht vergleichbar mit der Farbe die ein Mensch sieht wenn er die Augen schließt sieht. Die farblose Farbe schwarz. Nein!
Er hatte seine Augen nie richtig geschlossen sie waren weit geöffnet und fixierten immer noch den selben Punkt wie zuvor. Es war, als hätten seine Augen die Funktion des Sehens aufgegeben oder der Geist, das Bewusstsein vielleicht auch die Seele Ihm aus dem Körper fahren würde. Auf eine Art und Weise zu etwas Anderem hinaus gezogen. Etwas Fremden…
Raum und Zeit hatten in diesem Moment keine Bedeutung. Es war als würde das gesamte Universum nicht existieren und doch mit ihm alles erfüllt sein.
Als Gesamtheit.
Ein Element von vielen.
Er blinzelte, sah wieder etwas. Die gewohnte Umgebung kam langsam mit all den Umrissen, Formen und Farben zurück.
„Mein Zimmer“ hauchte er leise.
„Realität…“ – nach diesem Wort erfüllte ihn die Angst.